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Alt Text ist ein zentrales Element für die digitale Barrierefreiheit von Webseiten. Durch präzise Alternativtexte werden Bilder für Menschen mit Sehbehinderung zugänglich, da Screenreader die Inhalte verständlich vermitteln können. Damit erfüllen Sie nicht nur eine wichtige Voraussetzung für inklusive Webangebote, sondern kommen auch den Anforderungen aus WCAG, BITV und BFSG nach.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie Alt Text sinnvoll einsetzen, typische Fehler vermeiden und Alternativtexte praxisnah umsetzen. Zudem erhalten Sie einen Überblick über Prüfmethoden und erfahren, wie Sie Ihre Bildbeschreibung barrierefrei gestalten.
Alt Text ist das zentrale Mittel, um Bilder auf Webseiten für alle Nutzergruppen zugänglich zu machen. Im Kontext der digitalen Barrierefreiheit sorgt ein korrekt formulierter Alternativtext dafür, dass visuelle Inhalte auch von Menschen mit Sehbehinderung oder bei fehlender Bildanzeige wahrgenommen werden können. Als fester Bestandteil der HTML-Struktur wird Alt Text im -Tag hinterlegt und von Screenreadern ausgelesen.
Die Bedeutung von Alt Text ist in internationalen Webstandards wie den WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) sowie in der deutschen BITV (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung) und dem BFSG verankert. Im Unterschied zu ausführlichen Bildbeschreibungen oder ergänzenden Texten im Umfeld eines Bildes ist der Alt Text knapp, spezifisch und direkt im Code eingebunden. Er beschreibt ausschließlich das, was für das Verständnis des Bildinhalts relevant ist.
| Aspekt | Bedeutung für Alt Text |
|---|---|
| Platzierung im Code | Direkt im |
| Zielgruppe | Menschen mit Sehbehinderung, Nutzer von Screenreadern |
| Regulatorischer Bezug | Erforderlich nach WCAG, BITV, BFSG |
| Abgrenzung zu Bildbeschreibung | Alt Text ist kurz und funktional, Bildbeschreibungen können ausführlicher sein |
Alternativtexte verfolgen das Ziel, die wesentlichen Informationen eines Bildes für alle Nutzer zugänglich zu machen. Sie sind so zu formulieren, dass sie den Bildinhalt prägnant und verständlich wiedergeben, ohne unnötige Details zu liefern. Für Nutzer von Screenreadern stellt der Alt Text oft die einzige Informationsquelle zum Bild dar, weshalb Klarheit und Relevanz oberste Priorität haben.
Ein grundlegendes Prinzip ist die Unterscheidung zwischen informativen und dekorativen Bildern. Während informative Bilder durch einen sinnvollen Alternativtext beschrieben werden müssen, benötigen rein dekorative Grafiken keinen Alt Text oder erhalten ein leeres Alt-Attribut. Es ist wichtig, dass der Alt Text keine redundanten Informationen enthält, die bereits im Fließtext oder an anderer Stelle der Seite stehen.
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Die Erfolgskriterien für Alt Text sind in den WCAG 2.1 und der BITV 2.0 klar definiert. Besonders das Kriterium 1.1.1 „Nicht-Text-Inhalte“ der WCAG fordert, dass jeder nicht-textuelle Inhalt eine gleichwertige textuelle Alternative erhält. Die BITV 2.0 übernimmt diese Vorgaben und konkretisiert sie für den deutschsprachigen Raum. Dabei ist entscheidend, dass Alternativtexte nicht nur vorhanden, sondern auch inhaltlich angemessen und für die jeweilige Zielgruppe verständlich sind.
Zur Bewertung der Qualität von Alt Text werden verschiedene Prüfmethoden eingesetzt, etwa manuelle Audits oder automatisierte Tools. Die Bewertung erfolgt häufig anhand von Skalen, die die Angemessenheit, Prägnanz und Relevanz des Alternativtextes beurteilen. Nur wenn alle Anforderungen erfüllt sind, gilt ein Bild als barrierefrei im Sinne der gesetzlichen Vorgaben.
| Erfolgskriterium | Bewertungskriterien |
|---|---|
| WCAG 2.1 – 1.1.1 Nicht-Text-Inhalte | Vorhandensein, Angemessenheit und Verständlichkeit des Alt Text |
| BITV 2.0 – §4 Barrierefreie Gestaltung | Prüfung auf vollständige und sinnvolle Alternativtexte, Einsatz von Bewertungsskalen |
Die praktische Prüfung von Alt Text auf Webseiten erfolgt systematisch und umfasst sowohl manuelle als auch automatisierte Methoden. Redakteure und Entwickler nutzen Checklisten, um sicherzustellen, dass alle relevanten Bilder mit sinnvollen Alternativtexten versehen sind. Dabei werden nicht nur Vorhandensein und Qualität geprüft, sondern auch, ob der Alt Text zur Bildfunktion und zum Seitenkontext passt.
Für die Überprüfung stehen verschiedene Tools zur Verfügung, die eine effiziente Kontrolle ermöglichen. Automatisierte Prüfwerkzeuge erkennen fehlende oder leere Alt Attribute, während manuelle Audits die inhaltliche Angemessenheit bewerten. Häufige Fehler wie generische Alt Texte, Redundanzen oder das Übersehen dekorativer Bilder lassen sich durch strukturierte Prüfprozesse und klare Verantwortlichkeiten vermeiden.
| Tool/ Methode | Einsatzbereich |
|---|---|
| Screenreader-Test | Überprüfung der tatsächlichen Nutzererfahrung und Verständlichkeit |
| Automatisierte Accessibility-Tools (z. B. axe, WAVE) | Erkennung fehlender oder leerer Alt Attribute, schnelle Übersicht |
| Checklisten für Redakteure | Sicherstellung der inhaltlichen Qualität und Konsistenz der Alt Texte |
| Code-Review durch Entwickler | Technische Kontrolle der korrekten Einbindung von Alt Text im HTML |
Für die praktische Umsetzung von Alt Text empfiehlt sich ein strukturiertes Vorgehen: Zunächst wird der Bildtyp bestimmt – handelt es sich um ein informatives, dekoratives oder komplexes Bild? Anschließend wird der Alt Text so formuliert, dass er den zentralen Bildinhalt prägnant und zielgerichtet beschreibt. Praxisbeispiele helfen, typische Anforderungen für Fotos, Grafiken oder Logos zu erkennen und angemessen zu erfüllen.
Die Integration von Alternativtexten erfolgt in den meisten Content-Management-Systemen (CMS) direkt beim Hochladen oder Bearbeiten eines Bildes. Redakteure achten darauf, dass der Alt Text weder zu allgemein noch zu ausführlich ist, während Entwickler die technische Einbindung sicherstellen. Die folgende Tabelle zeigt, wie die Umsetzung in verschiedenen CMS gelöst wird und worauf jeweils besonders zu achten ist.
| CMS | Besonderheiten bei der Alt Text-Integration |
|---|---|
| WordPress | Alt Text kann im Medien-Editor direkt eingegeben und nachträglich bearbeitet werden |
| TYPO3 | Alt Text-Felder sind in den Bildeigenschaften vorhanden, Vorgaben können projektweit definiert werden |
| Drupal | Alt Text ist Pflichtfeld beim Bildupload, Validierung durch Module möglich |
| Joomla | Alt Text wird beim Einfügen von Bildern im Editor gepflegt, Nachbearbeitung jederzeit möglich |
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Alt Text nimmt im Rahmen gesetzlicher Vorgaben eine zentrale Rolle für die digitale Barrierefreiheit ein. Nach BFSG, BITV und den internationalen WCAG sind Unternehmen und öffentliche Stellen verpflichtet, digitale Angebote so zu gestalten, dass sie für alle Menschen, einschließlich Menschen mit Behinderung, zugänglich sind. Die Bereitstellung von Alternativtexten für Bilder ist dabei eine konkrete und überprüfbare Anforderung, die zur digitalen Teilhabe beiträgt.
Im Unterschied zu anderen regulatorischen Anforderungen, die sich etwa auf Datenschutz, technische Sicherheit oder allgemeine Nutzerfreundlichkeit beziehen, zielt die Vorgabe zum Alt Text explizit auf die barrierefreie Informationsvermittlung ab. Die Erfüllung dieser Vorgaben ist ein wichtiger Schritt, um Diskriminierungsfreiheit im digitalen Raum zu fördern. Dabei werden keine juristischen Garantien oder Haftungsversprechen gegeben, sondern praxisnahe Orientierung für die Umsetzung geboten.
Bei der Erstellung von Alternativtexten treten in der Praxis immer wieder typische Fehler auf. Zu den häufigsten zählen zu allgemeine oder irrelevante Beschreibungen, fehlende Alt Texte bei informativen Bildern sowie die fehlerhafte Kennzeichnung dekorativer Grafiken. Auch automatisch generierte Alt Texte können problematisch sein, da sie häufig ungenau oder nicht kontextbezogen formuliert werden. Diese Fehler führen dazu, dass Nutzer mit Screenreader keinen oder nur unzureichenden Zugang zu Bildinhalten erhalten.
Missverständnisse entstehen zudem oft bei der Unterscheidung zwischen dekorativen und informativen Bildern. Wird ein dekoratives Element nicht als solches gekennzeichnet, kann es den Nutzerfluss stören. Um diese Herausforderungen zu meistern, empfiehlt sich eine klare Prüfstrategie: Sorgfalt bei der manuellen Formulierung, Vermeidung von Redundanzen, gezielte Kontrolle automatischer Vorschläge und konsequente Schulung aller Beteiligten.
| Fehlerquelle | Lösungsansatz |
|---|---|
| Allgemeine oder nichtssagende Alt Texte („Bild“, „Grafik“) | Beschreibungen auf den konkreten Bildinhalt ausrichten |
| Automatisch generierte Alt Texte ohne Kontextbezug | Manuelle Überprüfung und Anpassung vor Veröffentlichung |
| Unklare Kennzeichnung dekorativer Bilder | Dekorative Elemente mit leerem Alt-Attribut versehen |
| Fehlende Schulung der Redakteure | Gezielte Schulungen und Checklisten bereitstellen |
Alt Text, Bildunterschrift und Longdesc erfüllen unterschiedliche Aufgaben bei der Vermittlung von Bildinformationen. Während der Alt Text eine knappe, funktionale Beschreibung für Screenreader und bei fehlender Bildanzeige bietet, dient die Bildunterschrift (Caption) der ergänzenden Erläuterung im sichtbaren Seitenkontext. Das Longdesc-Attribut oder eine separate Langbeschreibung kommt zum Einsatz, wenn komplexe Grafiken oder Infografiken detailliert erklärt werden müssen.
Die Wahl des richtigen Informationstyps hängt vom Bildinhalt und vom Informationsbedarf der Nutzer ab. Alt Text ist für einfache, klar verständliche Bilder ausreichend, während bei komplexen Darstellungen eine ausführliche Beschreibung erforderlich ist. Eine Bildunterschrift eignet sich, wenn zusätzliche Kontextinformationen für alle Nutzer relevant sind. Falsch wäre es, identische Inhalte mehrfach in Alt Text und Bildunterschrift zu platzieren oder Longdesc unnötig einzusetzen.
| Informationstyp | Einsatzbereich und Beispiel |
|---|---|
| Alt Text | Knappe Beschreibung: „Porträtfoto von Max Mustermann“ |
| Bildunterschrift (Caption) | Ergänzende Info: „Max Mustermann bei der Preisverleihung 2024“ |
| Longdesc / ausführliche Beschreibung | Detaillierte Erklärung einer komplexen Infografik, z. B. als separate Seite |
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Komplexe Grafiken, Diagramme und Infografiken stellen besondere Anforderungen an die barrierefreie Gestaltung von Alternativtexten. Ein einfacher Alt Text reicht hier in der Regel nicht aus, um alle relevanten Informationen zu vermitteln. Stattdessen empfiehlt sich eine zweistufige Strategie: Der Alt Text gibt eine kurze Zusammenfassung des Bildinhalts, während eine ausführliche Beschreibung – etwa über das Longdesc-Attribut oder einen ergänzenden Textabschnitt – die Details strukturiert erläutert.
Für die strukturierte Bildbeschreibung sollten wesentliche Inhalte, Zusammenhänge und Kernaussagen klar gegliedert werden. Praxisbeispiele zeigen, dass etwa bei Balkendiagrammen die wichtigsten Werte und Trends, bei Prozessgrafiken die einzelnen Schritte und bei Infografiken die zentralen Aussagen beschrieben werden sollten. So wird sichergestellt, dass alle Nutzergruppen Zugang zu den enthaltenen Informationen erhalten.
| Bildtyp | Empfohlene Beschreibungsmethode |
|---|---|
| Balkendiagramm | Kurzfassung im Alt Text, ausführliche Werte und Trends als Longdesc oder Fließtext |
| Prozessgrafik | Alt Text mit Überblick, detaillierte Schritt-für-Schritt-Erklärung ergänzend bereitstellen |
| Infografik | Alt Text mit Kernaussage, strukturierte Langbeschreibung für Zusammenhänge und Details |
Ein Alt Text sollte in der Regel zwischen 80 und 150 Zeichen lang sein. Er muss den Bildinhalt präzise und verständlich wiedergeben, ohne unnötig auszuschweifen. Zu kurze Alternativtexte bieten oft nicht genug Informationen, während zu lange Texte Nutzer mit Screenreader überfordern können. Ziel ist eine ausgewogene Formulierung, die das Wesentliche knapp zusammenfasst.
Alt Text ist ein unverzichtbarer Bestandteil barrierefreier Webseiten und trägt maßgeblich dazu bei, digitale Inhalte für alle Nutzergruppen zugänglich zu machen. Die richtige Erstellung und Integration von Alternativtexten ist nicht nur eine gesetzliche Anforderung, sondern verbessert auch die Nutzererfahrung und fördert die digitale Teilhabe.
Wesentlich ist die präzise, verständliche und kontextgerechte Formulierung von Alternativtexten – angepasst an Bildtyp und Funktion. Typische Fehler wie ungenaue, zu lange oder fehlende Alt Texte lassen sich durch strukturierte Prüfprozesse, Schulungen und geeignete Tools vermeiden. Auch bei der Suchmaschinenoptimierung kann Alt Text sinnvoll eingesetzt werden, solange die Barrierefreiheit im Vordergrund steht.
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Bilder dürfen nur dann ohne Alt Text verwendet werden, wenn sie rein dekorativ sind und keinen Informationswert haben, zum Beispiel grafische Trennlinien oder Hintergrundmuster. In diesem Fall wird das Alt-Attribut technisch als leer gesetzt. Wird diese Regel falsch angewendet, können wichtige Inhalte für Nutzer mit Screenreader verloren gehen oder die Bedienung unnötig erschwert werden.
Bilder dürfen nur dann ohne Alt Text verwendet werden, wenn sie rein dekorativ sind und keinen Informationswert haben, zum Beispiel grafische Trennlinien oder Hintergrundmuster. In diesem Fall wird das Alt-Attribut technisch als leer gesetzt. Wird diese Regel falsch angewendet, können wichtige Inhalte für Nutzer mit Screenreader verloren gehen oder die Bedienung unnötig erschwert werden.
Alt Text wird ausschließlich für die Beschreibung von Bildern verwendet, während ARIA-Labels zur zusätzlichen Kennzeichnung und Beschreibung beliebiger Elemente auf einer Webseite dienen. Im Kontext der Barrierefreiheit ergänzt ein ARIA-Label die semantische Information, wenn kein passendes HTML-Element oder Attribut vorhanden ist. Beide Methoden können kombiniert werden, sollten sich jedoch inhaltlich nicht widersprechen oder doppeln.
Alt Text sollte immer in der jeweiligen Sprache der Webseite verfasst werden. Automatisierte Tools wie WAVE oder axe erkennen fehlende oder nicht übersetzte Alternativtexte, liefern aber keine inhaltliche Qualitätskontrolle. Manuelle Prüfungen durch Redakteure sind daher unerlässlich, um sprachliche und inhaltliche Korrektheit sicherzustellen. Entwickler achten auf die korrekte Zuordnung der Sprache im HTML-Code, damit Screenreader den Alt Text richtig ausgeben.
Für die Erstellung und Prüfung von Alt Text unterstützen Tools wie WAVE, axe oder Siteimprove, indem sie fehlende oder fehlerhafte Alternativtexte aufspüren. Viele Content-Management-Systeme (CMS) bieten zudem Funktionen zur Verwaltung und Übersetzung von Alternativtexten für mehrsprachige Webseiten. Bei der Lokalisierung ist besondere Sorgfalt nötig, da automatische Übersetzungen oft ungenau sind. Eine manuelle Kontrolle durch Redakteure bleibt daher unverzichtbar.
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