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Was bei einer BFSG Abmahnung zu beachten ist

Das Wichtigste in Kürze

Eine BFSG Abmahnung stellt für Unternehmen mit digitalen Angeboten ein ernstzunehmendes Risiko dar. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet dazu, digitale Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten – Verstöße können abgemahnt werden und erfordern eine strukturierte Reaktion.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen praxisnahen Überblick zum Ablauf einer Abmahnung nach dem BFSG, zu den rechtlichen Grundlagen, typischen Fehlerquellen sowie zu Bewertungskriterien und Prüfmechanismen. Ziel ist es, Ihnen Orientierung und einen klaren Handlungsrahmen für den Umgang mit einer Abmahnung nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz zu bieten, ohne juristische Garantien auszusprechen.

Systematik und Ablauf einer BFSG Abmahnung

Eine BFSG Abmahnung folgt einem klar definierten Ablauf, der sich an den gesetzlichen Vorgaben des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes orientiert. Im Zentrum stehen dabei der Vorwurf einer fehlenden digitalen Barrierefreiheit sowie die formale Zustellung der Abmahnung an das betroffene Unternehmen. Die beteiligten Akteure sind in der Regel der Abmahner, häufig ein Verband oder Mitbewerber, sowie das abgemahnte Unternehmen. Gegebenenfalls können auch Überwachungsstellen oder Schlichtungsstellen einbezogen werden.

Die formalen Anforderungen an eine Abmahnung nach dem BFSG umfassen eine konkrete Beschreibung des behaupteten Verstoßes, eine Aufforderung zur Abhilfe sowie die Setzung einer angemessenen Frist zur Reaktion. Nach Eingang der Abmahnung muss das Unternehmen innerhalb der genannten Frist reagieren, entweder durch Beseitigung des Mangels, Stellungnahme oder Einleitung weiterer Schritte. Die Fristen sind meist kurz bemessen und betragen in der Praxis oft zwischen ein bis drei Wochen, abhängig von der Schwere des Vorwurfs und dem Umfang der geforderten Maßnahmen.

Schritt Beschreibung
Abmahnungserhalt Unternehmen erhält formale Mitteilung über einen Verstoß gegen das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.
Prüfung und Fristsetzung Abmahnung enthält konkrete Vorwürfe, Aufforderung zur Abhilfe und eine Frist zur Reaktion.
Reaktionsphase Unternehmen prüft Vorwürfe und entscheidet über Maßnahmen (Abhilfe, Stellungnahme, ggf. rechtliche Beratung).
Weitere Schritte Ggf. Einbindung von Überwachungs- oder Schlichtungsstellen, Umsetzung von Maßnahmen oder weitere Kommunikation.
  • Eine BFSG Abmahnung folgt einem klar strukturierten Ablauf.
  • Beteiligte sind meist Abmahner, Unternehmen und ggf. Überwachungsstellen.
  • Formale Anforderungen und Fristen sind gesetzlich geregelt.
  • Schnelle und strukturierte Reaktion ist entscheidend.

Rechtliche Grundlagen für Abmahnungen nach dem BFSG

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) regelt die Voraussetzungen, unter denen digitale Angebote barrierefrei gestaltet sein müssen und schafft damit auch die Grundlage für Abmahnungen bei Verstößen. Abmahnungen nach dem BFSG stützen sich insbesondere auf die Vorschriften der §§ 15 bis 19 BFSG, in denen Verfahren, Zuständigkeiten und mögliche Sanktionen beschrieben sind. Wichtig ist dabei, dass eine BFSG Abmahnung nur zulässig ist, wenn ein konkreter Verstoß gegen die gesetzlichen Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit vorliegt und die formalen Kriterien des Gesetzes eingehalten werden.

Im Unterschied zu anderen Abmahnungsgrundlagen im Bereich Barrierefreiheit, wie zum Beispiel dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) oder dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), ist das BFSG speziell auf digitale Produkte und Dienstleistungen ausgerichtet. Eine zulässige Abmahnung setzt unter anderem voraus, dass der Abmahner berechtigt ist, den Verstoß zu rügen, und die Abmahnung die Vorgaben zu Inhalt und Form erfüllt.

  • Das BFSG regelt Abmahnungen in den §§ 15–19.
  • Abgrenzung zu anderen Gesetzen: BFSG ist speziell auf digitale Barrierefreiheit ausgerichtet.
  • Zulässigkeit einer Abmahnung erfordert einen konkreten Verstoß und die Einhaltung formaler Vorgaben.
  • Keine juristische Auslegung, sondern strukturierte Übersicht der gesetzlichen Grundlagen.

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Typische Gründe für eine BFSG Abmahnung

Für eine BFSG Abmahnung kommen verschiedene typische Gründe in Betracht, die sich meist auf konkrete Mängel bei der digitalen Barrierefreiheit von Webseiten oder Anwendungen beziehen. Häufige Auslöser sind Verstöße gegen die im Gesetz und den einschlägigen Normen festgelegten Anforderungen, etwa wenn zentrale Funktionen für Menschen mit Behinderungen nicht zugänglich sind oder wichtige Informationen nicht barrierefrei bereitgestellt werden.

Zu den relevanten Mängeln zählen beispielsweise fehlende Alternativtexte für Bilder, unzureichende Kontraste, nicht bedienbare Navigationselemente oder die Nichtbeachtung von Tastaturbedienbarkeit. Auch der Verzicht auf barrierefreie PDF-Dokumente oder Formulare kann zu einer Abmahnung führen. Diese Mängel beeinträchtigen nicht nur die Nutzbarkeit, sondern erfüllen in der Regel die Voraussetzungen für eine Abmahnung nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz.

Typischer Grund Beispielhafte Ausprägung
Fehlende Alternativtexte Bilder oder Grafiken sind nicht mit beschreibenden Texten versehen
Unzureichende Kontraste Text ist vor dem Hintergrund schlecht lesbar
Nicht barrierefreie Formulare Eingabefelder sind für Screenreader nicht zugänglich
Fehlende Tastaturbedienbarkeit Navigation ist ohne Maus nicht möglich
  • Typische Gründe für eine BFSG Abmahnung sind konkrete Barrierefreiheitsmängel.
  • Häufige Auslöser betreffen fehlende Alternativtexte, schlechte Kontraste und unzugängliche Formulare.
  • Relevante Mängel können die Nutzbarkeit digitaler Angebote erheblich einschränken.
  • Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ist entscheidend zur Vermeidung von Abmahnungen.

BFSG Abmahnung: Bewertungskriterien und Prüfmaßstäbe

Bei einer BFSG Abmahnung werden die digitalen Angebote anhand klar definierter Bewertungskriterien und Prüfmaßstäbe beurteilt. Maßgeblich sind dabei die Anforderungen der WCAG 2.1 auf Konformitätsstufe AA sowie die Vorgaben der BITV 2.0. Diese Standards legen fest, welche Erfolgskriterien erfüllt sein müssen, damit eine Website oder Anwendung als barrierefrei gilt. Die Prüfung erfolgt anhand technischer und funktionaler Parameter, die konkret überprüft werden können.

Wesentliche Kriterien sind beispielsweise Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit. Die Einhaltung der einzelnen Erfolgskriterien wird durch anerkannte Prüfverfahren bewertet. Dabei wird systematisch analysiert, ob die relevanten Anforderungen erfüllt oder verletzt wurden. Die Ergebnisse dieser Prüfungen bilden die Grundlage für die Beurteilung, ob eine Abmahnung nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gerechtfertigt ist.

Bewertungskriterium Prüfmaßstab
Wahrnehmbarkeit Erfüllt, wenn Inhalte für alle Sinne zugänglich sind (z. B. Alternativtexte nach WCAG 2.1 AA)
Bedienbarkeit Navigation und Interaktion müssen ohne Maus möglich sein (z. B. Tastaturbedienbarkeit nach BITV 2.0)
Verständlichkeit Klare, nachvollziehbare Strukturen und eindeutige Anweisungen (Erfolgskriterien aus WCAG/BITV)
Robustheit Korrekte technische Umsetzung für verschiedene Endgeräte und Hilfsmittel (z. B. Kompatibilität mit Screenreadern)
  • Bewertung erfolgt nach WCAG 2.1 AA und BITV 2.0.
  • Prüfmaßstäbe orientieren sich an Erfolgskriterien wie Wahrnehmbarkeit und Bedienbarkeit.
  • Anerkannte Prüfverfahren sichern eine nachvollziehbare Bewertung.
  • Erfüllung der Standards ist entscheidend für die Abmahnungsbeurteilung.

Vergleich: BFSG Abmahnung vs. andere Abmahnarten im Digitalbereich

Im digitalen Umfeld sind Unternehmen mit verschiedenen Abmahnarten konfrontiert, die sich in Ablauf, Anforderungen und Folgen deutlich unterscheiden. Die BFSG Abmahnung fokussiert auf Verstöße gegen die digitale Barrierefreiheit, während Abmahnungen nach dem UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) oder der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) andere Schutzzwecke und Prüfmaßstäbe haben. Für Unternehmen ist es wichtig, die jeweiligen Besonderheiten zu kennen, um angemessen reagieren zu können.

Die Unterschiede betreffen unter anderem die inhaltlichen Anforderungen an die Abmahnung, die Prüfmechanismen sowie die möglichen Konsequenzen bei Nichtbeachtung. Während das BFSG speziell auf Barrierefreiheit ausgerichtet ist, adressiert das UWG unlautere geschäftliche Handlungen und die DSGVO den Datenschutz. Die Relevanz einer klaren Abgrenzung liegt darin, dass jede Abmahnart eigene Pflichten und Risiken mit sich bringt.

Abmahnart Unterschiedliche Merkmale
BFSG Abmahnung Fokus auf digitale Barrierefreiheit, Bezug zu WCAG/BITV, spezielle Prüfverfahren, Fristen zur Mängelbeseitigung
UWG Abmahnung Bezieht sich auf Wettbewerbsverstöße, z. B. irreführende Werbung oder fehlende Pflichtangaben, andere Prüfmaßstäbe
DSGVO Abmahnung Betont Datenschutzverstöße, wie unzulässige Datenerhebung oder fehlende Einwilligung, andere rechtliche Folgen
  • BFSG Abmahnungen unterscheiden sich deutlich von UWG- und DSGVO-Abmahnungen.
  • Jede Abmahnart hat eigene Anforderungen, Prüfmechanismen und Konsequenzen.
  • Für Unternehmen ist die Kenntnis der Unterschiede entscheidend.
  • Die Abgrenzung hilft, angemessen auf Abmahnungen zu reagieren.

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Praktische Reaktionsmöglichkeiten auf eine BFSG Abmahnung

Nach Erhalt einer BFSG Abmahnung ist ein strukturiertes und zügiges Vorgehen entscheidend. Zunächst sollte die Abmahnung sorgfältig geprüft und die geltend gemachten Mängel mit den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes abgeglichen werden. Im nächsten Schritt empfiehlt sich eine gezielte Überprüfung der eigenen digitalen Angebote, idealerweise durch eine systematische Analyse und Dokumentation der Barrierefreiheit. Dabei hilft es, die festgestellten Mängel nachvollziehbar zu dokumentieren und den aktuellen Umsetzungsstand festzuhalten.

Im weiteren Verlauf ist die Einhaltung der gesetzten Fristen zentral. Unternehmen sollten frühzeitig die Kommunikation mit dem Abmahner suchen und bei Bedarf Fachexperten für digitale Barrierefreiheit hinzuziehen, um technische und organisatorische Maßnahmen passgenau umzusetzen. Dies erleichtert nicht nur die Behebung der vorgeworfenen Mängel, sondern auch eine sachliche und fundierte Rückmeldung im Abmahnverfahren.

  • Strukturiertes Vorgehen nach Erhalt einer BFSG Abmahnung ist unerlässlich.
  • Prüfung und Dokumentation der Barrierefreiheit sind zentrale Handlungsschritte.
  • Fristen und transparente Kommunikation sollten konsequent beachtet werden.
  • Zusammenarbeit mit Fachexperten kann die Umsetzung und Argumentation deutlich stärken.

Regulatorische Einordnung: Wer darf abmahnen und wie wird überwacht?

Im Rahmen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes sind bestimmte Akteure berechtigt, eine BFSG Abmahnung auszusprechen. Dazu zählen insbesondere qualifizierte Verbände, Mitbewerber sowie die zuständigen Marktüberwachungsstellen. Während Verbände und Wettbewerber in der Regel private Abmahnungen im Rahmen des Wettbewerbsrechts initiieren, liegt bei behördlichen Abmahnungen die Zuständigkeit bei den Überwachungsstellen, die im Gesetz ausdrücklich benannt sind.

Die Überwachungsstellen nehmen eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben ein. Sie sind befugt, eigenständig Prüfungen durchzuführen und bei festgestellten Verstößen Maßnahmen einzuleiten. Der Unterschied zwischen privater und behördlicher Abmahnung besteht vor allem in der Verfahrensweise und den möglichen Sanktionen. Private Akteure verfolgen meist zivilrechtliche Ansprüche, während behördliche Stellen auch ordnungsrechtliche Maßnahmen ergreifen können.

Akteur Rolle und Befugnisse
Verbände Können im Interesse ihrer Mitglieder Abmahnungen aussprechen und auf Einhaltung der Barrierefreiheit drängen
Wettbewerber Dürfen bei Nachweis eines Wettbewerbsverhältnisses private Abmahnungen initiieren
Marktüberwachungsstellen Führen Prüfungen durch, setzen Maßnahmen um und können behördliche Abmahnungen sowie Sanktionen verhängen
  • Abmahnungen können von Verbänden, Wettbewerbern und Überwachungsstellen ausgehen.
  • Überwachungsstellen haben weitreichende behördliche Befugnisse.
  • Private und behördliche Abmahnungen unterscheiden sich in Ablauf und Folgen.
  • Die gesetzlichen Zuständigkeiten sind im BFSG klar geregelt.

Typische Fehlerquellen und Risiken bei BFSG Abmahnungen

Im Zusammenhang mit einer BFSG Abmahnung treten häufig Fehler auf, die das Risiko weiterer rechtlicher oder finanzieller Konsequenzen erhöhen. Zu den typischen Fehlerquellen zählt insbesondere eine verspätete oder unvollständige Reaktion auf die Abmahnung. Ebenso problematisch ist eine unzureichende oder fehlende Dokumentation der getroffenen Maßnahmen, was bei späteren Prüfungen oder Nachfragen zu Nachteilen führen kann.

Ein weiteres Risiko entsteht durch Missverständnisse bei der Auslegung der gesetzlichen Anforderungen, etwa wenn Unternehmen davon ausgehen, dass einzelne Barrierefreiheitsmängel unerheblich seien oder dass eine rein technische Anpassung genügt. Präventive Maßnahmen wie eine frühzeitige und strukturierte Überprüfung der Barrierefreiheit, die lückenlose Dokumentation sowie die Einbindung von Fachexperten helfen, diese Risiken zu minimieren.

Fehlerquelle/Risiko Präventive Maßnahme
Verspätete Reaktion auf Abmahnung Fristen konsequent überwachen und zeitnah reagieren
Unzureichende Dokumentation Alle Maßnahmen und Prüfungen nachvollziehbar festhalten
Missverständnisse bei Anforderungen Regelmäßige Schulungen und Einbindung von Experten
Nur technische Anpassungen ohne Nutzertests Ergänzende Tests mit Hilfsmitteln und realen Nutzern durchführen
  • Verspätete oder unvollständige Reaktionen erhöhen das Risiko bei BFSG Abmahnungen.
  • Fehlende Dokumentation kann zu Nachteilen bei Prüfungen führen.
  • Missverständnisse bei Anforderungen sind eine häufige Fehlerquelle.
  • Präventive Maßnahmen wie Schulungen und Dokumentation minimieren Risiken.

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Prüfung und Audit-Logik im Kontext BFSG Abmahnung

Nach dem Erhalt einer BFSG Abmahnung ist die strukturierte Prüfung der Barrierefreiheit ein zentraler Schritt. In der Regel erfolgt diese durch ein internes oder externes Audit, bei dem die betroffenen digitalen Angebote systematisch analysiert werden. Ziel ist es, die in der Abmahnung genannten Mängel zu überprüfen, weitere Schwachstellen zu identifizieren und den Stand der Barrierefreiheit objektiv zu dokumentieren. Die Ergebnisse werden in Prüfberichten festgehalten, die als Nachweis gegenüber dem Abmahner oder den Überwachungsstellen dienen.

Für eine rechtssichere Bewertung sind sowohl technische als auch organisatorische Nachweise erforderlich. Dazu zählen etwa Prüfprotokolle, Audit-Berichte, Maßnahmenpläne und die lückenlose Dokumentation von Verbesserungen. Die Qualität dieser Unterlagen ist entscheidend, um die eigene Position im Verfahren zu stärken und die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen nachvollziehbar zu belegen.

Prüfschritt Bedeutung im Abmahnverfahren
Technisches Audit Systematische Überprüfung digitaler Angebote auf Barrierefreiheit, Identifikation konkreter Mängel
Erstellung von Prüfberichten Dokumentation der Ergebnisse und Nachweis der Prüfung gegenüber Dritten
Maßnahmenplan Festlegung und Nachweis geplanter oder umgesetzter Verbesserungen
Organisatorische Dokumentation Erfassung von Verantwortlichkeiten, Prozessen und Fristen zur nachhaltigen Sicherstellung der Barrierefreiheit
  • Die Prüfung nach einer BFSG Abmahnung erfolgt meist durch Audits und detaillierte Berichte.
  • Technische und organisatorische Nachweise sind für das Verfahren essenziell.
  • Eine lückenlose Dokumentation stärkt die Position gegenüber Abmahnern und Behörden.
  • Systematische Prüfungen helfen, zukünftige Risiken zu minimieren.

Konkrete Umsetzung von Barrierefreiheit zur Vermeidung von Abmahnungen

Die Fristen bei einer BFSG Abmahnung variieren je nach Absender. Private Abmahner wie Wettbewerber oder Verbände setzen in der Regel Fristen zwischen einer und drei Wochen, abhängig vom Umfang der geforderten Maßnahmen. Behördliche Abmahnungen durch Überwachungsstellen orientieren sich meist an den gesetzlich vorgesehenen Fristen, die individuell festgelegt werden können. Fristverlängerungen sind möglich, müssen jedoch frühzeitig und nachvollziehbar beantragt werden.

Fazit

Eine BFSG Abmahnung stellt für Unternehmen mit digitalen Angeboten eine konkrete Herausforderung dar und erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Die gesetzlichen Anforderungen an Barrierefreiheit, die Abläufe im Abmahnverfahren sowie die unterschiedlichen Rollen von Akteuren wie Verbänden, Wettbewerbern und Überwachungsstellen machen eine sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Thema unerlässlich.

Wesentliche Aspekte sind die frühzeitige Prüfung und Dokumentation der Barrierefreiheit, das Verständnis der Bewertungskriterien nach WCAG 2.1 AA und BITV 2.0 sowie die konsequente Umsetzung präventiver Maßnahmen. Die Einhaltung von Fristen, eine transparente Kommunikation und die Nutzung von Tools und Fachexpertise unterstützen Unternehmen dabei, Risiken zu minimieren und auf Abmahnungen angemessen zu reagieren.

  • Strukturiertes Handeln ist bei einer BFSG Abmahnung entscheidend.
  • Prüfung, Dokumentation und kontinuierliche Verbesserung der Barrierefreiheit beugen Risiken vor.
  • Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen und Akteursrollen erleichtert die richtige Reaktion.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Folgende Dokumente sollten nach Erhalt einer BFSG Abmahnung griffbereit sein:

  • Prüfberichte und Protokolle zur Barrierefreiheit
  • Nachweise über durchgeführte Maßnahmen und Anpassungen
  • Schriftwechsel mit dem Abmahner oder Behörden
  • Interne Dokumentationen und Maßnahmenpläne

Eine strukturierte Ablage dieser Unterlagen erleichtert die Nachweisführung und beschleunigt die Kommunikation im weiteren Verfahren.

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Eine strukturierte Ablage dieser Unterlagen erleichtert die Nachweisführung und beschleunigt die Kommunikation im weiteren Verfahren.

Die Prüfung auf BFSG-Konformität kann über verschiedene Wege erfolgen. Für eine erste Einschätzung eignen sich Selbsttests mit Checklisten und automatisierten Tools zur Barrierefreiheit.

  • Online-Tools wie WAVE oder axe für technische Prüfungen
  • Checklisten basierend auf WCAG 2.1 AA
  • Manuelle Tests mit Fokus auf Nutzbarkeit und Zugänglichkeit

Für eine umfassende Bewertung empfiehlt sich die Einbindung externer Fachexperten oder spezialisierter Dienstleister, die professionelle Prüfverfahren anbieten.

Ein häufiges Missverständnis ist, dass jede Person eine BFSG Abmahnung aussprechen kann. Tatsächlich sind nur bestimmte Akteure wie qualifizierte Verbände, Wettbewerber oder Marktüberwachungsstellen dazu berechtigt.

  • Verwechslung der Klagebefugnis privater und behördlicher Akteure
  • Annahme, dass jede Abmahnung automatisch rechtlich wirksam ist
  • Unklarheit über die unterschiedlichen Folgen je nach Absender

Diese Unterschiede sind in der Praxis entscheidend für die richtige Reaktion.

Verbände und Wettbewerber dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen eine BFSG Abmahnung aussprechen. Ein häufiger Irrtum ist, dass beliebige Marktteilnehmer oder nicht qualifizierte Organisationen abmahnen können.

  • Mythos: Jeder Verband ist automatisch abmahnberechtigt
  • Fehlinformation: Wettbewerber können ohne Nachweis eines Wettbewerbsverhältnisses abmahnen
  • Seriöse Informationen bieten offizielle Stellen wie Marktüberwachungsbehörden oder anerkannte Fachverbände

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