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Was das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für B2B-Unternehmen bedeutet

Das Wichtigste in Kürze

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz B2B stellt viele Unternehmen vor neue Herausforderungen. Anders als im B2C-Bereich gelten im B2B-Kontext spezifische Anforderungen, die sich auch von anderen Regelwerken zur Barrierefreiheit unterscheiden. Verantwortliche stehen damit vor der Aufgabe, die Systematik und Bewertungskriterien des BFSG B2B richtig einzuordnen und gezielt umzusetzen.

Diese Seite bietet Ihnen einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Aspekte: von der regulatorischen Einordnung über die Erfolgskriterien bis hin zu typischen Fehlerquellen und Lösungsansätzen für barrierefreie B2B-Websites. Ziel ist es, Klarheit und Orientierung für die Umsetzung der Barrierefreiheit im B2B-Umfeld zu schaffen.

Systematik und Aufbau des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes im B2B-Kontext

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz B2B (BFSG) ist speziell darauf ausgelegt, die digitale Barrierefreiheit im geschäftlichen Umfeld zu fördern und zu regeln. Im Unterschied zum B2C-Bereich, in dem der direkte Endkundenkontakt im Mittelpunkt steht, richtet sich das BFSG B2B an Unternehmen, die digitale Produkte und Dienstleistungen für andere Unternehmen bereitstellen. Die Systematik des Gesetzes folgt einer klaren Struktur, die sich aus verschiedenen Paragraphen und Abschnitten zusammensetzt und für B2B-Unternehmen relevante Vorgaben definiert.

Für den B2B-Kontext sind insbesondere die Paragraphen zu den Anforderungen an barrierefreie Produkte und Dienstleistungen (§§ 3–7 BFSG) sowie die Abschnitte zur Überwachung und Durchsetzung relevant. Wichtige Begriffe wie „Dienstleistung“, „Produkt“ und „Barrierefreiheit“ werden im Gesetz präzise definiert, um die Anwendbarkeit im Unternehmensumfeld eindeutig zu regeln. Die Abgrenzung zu B2C erfolgt unter anderem durch spezifische Ausnahmen und Übergangsregelungen, die ausschließlich für den B2B-Bereich gelten.

Gesetzesabschnitt Bedeutung für B2B-Unternehmen
§§ 3–7 BFSG (Anforderungen an Barrierefreiheit) Legt fest, welche digitalen Produkte und Dienstleistungen barrierefrei gestaltet sein müssen
§ 2 BFSG (Begriffsbestimmungen) Definiert zentrale Begriffe wie „Dienstleistung“ und „Barrierefreiheit“ im B2B-Kontext
Überwachung und Durchsetzung Regelt, wie die Einhaltung der BFSG-Vorgaben im B2B-Bereich kontrolliert wird
B2C-Abgrenzung und Ausnahmen Stellt klar, welche Anforderungen ausschließlich für B2B oder B2C gelten
  • Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz B2B hat eine eigene Systematik und Zielgruppe.
  • Relevante Paragraphen regeln Anforderungen, Begriffe und Kontrolle für B2B-Unternehmen.
  • Wichtige Unterschiede zu B2C und anderen Gesetzen werden klar definiert.
  • Die Tabelle bietet einen schnellen Überblick über die wichtigsten Gesetzesabschnitte.

Grundprinzipien und Zielsetzung des BFSG für B2B-Unternehmen

Im Mittelpunkt des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes B2B stehen die Leitgedanken der Chancengleichheit und der gleichberechtigten Teilhabe am digitalen Geschäftsverkehr. Ziel ist es, Barrieren für Menschen mit Behinderungen auch im geschäftlichen Umfeld abzubauen und ihnen einen selbstbestimmten Zugang zu digitalen Produkten und Dienstleistungen zu ermöglichen. Der Schutzzweck des Gesetzes liegt darin, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen und die digitale Teilhabe für alle Beteiligten im B2B-Bereich zu fördern.

Die Anforderungen an Barrierefreiheit im B2B unterscheiden sich je nach Zielgruppe und Nutzungsszenario. Während im B2C meist Endverbraucher adressiert werden, richtet sich das BFSG B2B an Unternehmen, deren Kunden ebenfalls Unternehmen sind – mit spezifischen Anforderungen an Usability, Zugänglichkeit und Kompatibilität. Die Regelungen grenzen sich von anderen gesetzlichen Vorgaben wie dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ab, indem sie explizit digitale Zugänglichkeit im unternehmerischen Kontext in den Fokus rücken.

  • Das BFSG B2B fördert Chancengleichheit und digitale Teilhabe im Geschäftsverkehr.
  • Schutzzweck ist der Abbau digitaler Barrieren für Menschen mit Behinderungen im B2B.
  • Die Anforderungen variieren je nach Zielgruppe und Nutzungsszenario.
  • Klare Abgrenzung zu anderen Gesetzen durch Fokus auf digitale Barrierefreiheit.

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Erfolgskriterien und Bewertungssystem im BFSG für B2B

Die Erfolgskriterien für digitale Barrierefreiheit im Rahmen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes B2B orientieren sich maßgeblich an internationalen Standards wie den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.1 auf dem Level AA. Für B2B-Unternehmen bedeutet dies, dass ihre digitalen Angebote – insbesondere Websites und webbasierte Anwendungen – so gestaltet sein müssen, dass sie von Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen nutzbar sind. Neben der Einhaltung technischer Anforderungen spielen auch die Praxistauglichkeit und die Nutzungsrealität im Geschäftskontext eine entscheidende Rolle.

Das Bewertungssystem im BFSG B2B umfasst verschiedene Prüfmechanismen, die sich an den Erfolgskriterien der WCAG und weiteren relevanten Normen orientieren. Im Unterschied zum B2C-Bereich werden dabei häufig spezifische Nutzungsszenarien und branchenspezifische Anforderungen berücksichtigt. Die Überprüfung erfolgt meist durch strukturierte Audits, automatisierte Tests und manuelle Prüfungen. Ziel ist es, eine objektive Bewertungsgrundlage für die Barrierefreiheit von B2B-Websites und digitalen Produkten zu schaffen.

Erfolgskriterium/Standard Bedeutung im B2B-Bewertungssystem
WCAG 2.1 AA Grundlage für die Bewertung der Barrierefreiheit digitaler Angebote
Automatisierte und manuelle Prüfungen Kombinierte Prüfmechanismen zur objektiven Bewertung im B2B-Kontext
Branchenspezifische Anpassungen Berücksichtigung besonderer Anforderungen und Nutzungsszenarien im B2B
Unterschiede zu B2C Individuelle Maßstäbe je nach Zielgruppe und Geschäftsanwendung
  • Erfolgskriterien im BFSG B2B basieren auf WCAG 2.1 AA und ergänzenden Standards.
  • Bewertung erfolgt durch strukturierte Audits und kombinierte Prüfverfahren.
  • B2B-Bewertung berücksichtigt branchenspezifische Anforderungen und Nutzungsrealität.
  • Unterschiede zu B2C ergeben sich aus Zielgruppen und Nutzungskontext.

Prüfung und Audit-Logik im Rahmen des BFSG für B2B

Im B2B-Bereich sieht das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz spezifische Prüf- und Audit-Prozesse vor, um die Einhaltung der digitalen Barrierefreiheit systematisch zu überprüfen. Der Ablauf umfasst sowohl interne als auch externe Audits: Unternehmen führen zunächst eigenständige Kontrollen und Bewertungen durch, um Schwachstellen und Handlungsbedarfe zu identifizieren. Externe Audits durch spezialisierte Dienstleister oder unabhängige Prüfer dienen anschließend der objektiven Überprüfung der Maßnahmen und der Nachweisführung gegenüber Geschäftspartnern oder Aufsichtsbehörden.

Ein zentrales Element ist die umfassende Dokumentationspflicht. Unternehmen müssen alle Prüfungen, Ergebnisse und ergriffenen Maßnahmen nachvollziehbar dokumentieren, um im Bedarfsfall die Konformität mit dem BFSG nachweisen zu können. Im Vergleich zu Prüfverfahren im öffentlichen Bereich sind die Anforderungen im B2B oft flexibler und stärker auf die individuellen Gegebenheiten und Geschäftsmodelle zugeschnitten. Dennoch bestehen klare Unterschiede zu den Prüfprozessen im B2C-Segment, insbesondere hinsichtlich Umfang, Nachweispflichten und Prüfintervallen.

Prüfaspekt B2B-Prüfverfahren B2C/Öffentlicher Bereich
Audit-Typen Interne und externe Audits, branchenspezifisch Vorwiegend externe Prüfungen, standardisiert
Dokumentationspflicht Nachweis gegenüber Geschäftspartnern und Behörden Nachweis meist gegenüber Aufsichtsstellen
Prüfintervalle Bedarfsorientiert, abhängig vom Geschäftsmodell Regelmäßige, festgelegte Intervalle
Flexibilität Individuelle Anpassung möglich Stark normierte Vorgaben
  • BFSG-Prüfungen im B2B umfassen interne und externe Audits.
  • Dokumentationspflicht ist zentral für die Nachweisführung.
  • B2B-Prüfverfahren sind flexibler als im öffentlichen Bereich.
  • Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen B2B und B2C.

Konkrete Umsetzung der BFSG-Anforderungen in B2B-Websites

Die Umsetzung der BFSG-Anforderungen auf B2B-Websites erfordert ein systematisches Vorgehen, das sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen umfasst. Zu den wichtigsten Schritten zählt die Integration barrierefreier Funktionen wie alternative Textbeschreibungen für Grafiken, ausreichende Kontraste, Tastaturbedienbarkeit und die Bereitstellung verständlicher Navigationselemente. Darüber hinaus ist es sinnvoll, bestehende B2B-Portale regelmäßig auf Barrierefreiheit zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Organisatorisch empfiehlt es sich, Verantwortlichkeiten klar zu definieren und Mitarbeitende für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren. In der Praxis können beispielsweise Bestellformulare, Kundenportale oder Produktdatenbanken barrierefrei gestaltet werden, indem sie mit Screenreadern kompatibel gemacht und auf mobile Nutzbarkeit optimiert werden. Typische Umsetzungsszenarien sind die Überarbeitung bestehender Webangebote, die barrierefreie Entwicklung neuer Anwendungen und die kontinuierliche Qualitätssicherung durch regelmäßige Tests.

  • Technische und organisatorische Maßnahmen sind entscheidend für barrierefreie B2B-Websites.
  • Integration barrierefreier Funktionen verbessert Nutzbarkeit und Zugänglichkeit.
  • Praxisbeispiele reichen von Formularen bis zu komplexen Portalen.
  • Regelmäßige Überprüfung und Anpassung sind für nachhaltige Umsetzung notwendig.

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Regulatorische Einordnung und Geltungsbereich des BFSG im B2B

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt für B2B-Unternehmen immer dann, wenn sie digitale Produkte oder Dienstleistungen bereitstellen, die auch von Menschen mit Behinderungen genutzt werden können oder müssen. Der Geltungsbereich ist dabei nicht auf bestimmte Branchen beschränkt, jedoch können je nach Unternehmensgröße und Tätigkeitsfeld unterschiedliche Anforderungen und Ausnahmen greifen. Besonders mittelständische und große Unternehmen sind häufig verpflichtet, barrierefreie Lösungen zu implementieren, während für Kleinstunternehmen in bestimmten Fällen Erleichterungen vorgesehen sind.

Das BFSG steht in engem Zusammenhang mit weiteren Gesetzen und Normen, etwa der BITV 2.0 oder internationalen Standards wie der WCAG. Für B2B-Unternehmen ergeben sich zudem Auswirkungen auf Lieferketten und Partnerbeziehungen: Wer barrierefreie Produkte und Dienstleistungen anbietet, muss sicherstellen, dass auch Zulieferer und Kooperationspartner die entsprechenden Anforderungen einhalten. Dies kann vertragliche Anpassungen und eine stärkere Kontrolle der gesamten Wertschöpfungskette erforderlich machen.

Geltungsbereich B2B B2C
Branchenbezug Alle Branchen, spezifische Ausnahmen möglich Alle Branchen, weitgehend einheitlich geregelt
Unternehmensgröße Erleichterungen für Kleinstunternehmen Gilt für alle Unternehmen, unabhängig von der Größe
Lieferketten Verpflichtungen können auf Partner ausgeweitet werden Weniger Einfluss auf vorgelagerte Lieferanten
Schnittstellen zu anderen Gesetzen Enge Verzahnung mit BITV 2.0, WCAG und weiteren Normen Oft direkte Verweise auf Verbraucherschutzgesetze
  • Das BFSG gilt für B2B-Unternehmen je nach Branche und Unternehmensgröße.
  • Lieferketten und Partnerbeziehungen sind für die Umsetzung relevant.
  • Geltungsbereich und Ausnahmen unterscheiden sich von B2C-Regelungen.
  • Enge Schnittstellen zu anderen Gesetzen und Normen bestehen.

Typische Herausforderungen und Fehlerquellen bei der BFSG-Umsetzung im B2B

Bei der Umsetzung der BFSG-Anforderungen stoßen B2B-Unternehmen häufig auf typische Herausforderungen. Technische Stolpersteine ergeben sich etwa bei der Integration barrierefreier Funktionen in komplexe Portale oder bei der Anpassung bestehender IT-Infrastrukturen. Häufig fehlt es an klaren Verantwortlichkeiten oder an einer durchgängigen Sensibilisierung der Mitarbeitenden, was zu lückenhaften Umsetzungen führen kann.

Ein weiteres Problemfeld sind Fehlinterpretationen der gesetzlichen Vorgaben: Manche Unternehmen setzen die Anforderungen zu eng oder zu weit gefasst um, was entweder unnötigen Aufwand oder unzureichende Barrierefreiheit zur Folge hat. In der Praxis zeigt sich dies beispielsweise daran, dass alternative Texte für Grafiken fehlen, Formulare nicht vollständig zugänglich sind oder individuelle Anpassungen für branchenspezifische Anwendungen übersehen werden.

  • Technische und organisatorische Hürden erschweren die BFSG-Umsetzung im B2B.
  • Fehlinterpretationen führen zu Über- oder Untererfüllung der Anforderungen.
  • Praxisbeispiele zeigen: Barrierefreiheit wird oft nur teilweise umgesetzt.
  • Klare Verantwortlichkeiten und Schulungen sind für die Vermeidung von Fehlern entscheidend.

Abgrenzung: BFSG B2B im Vergleich zu anderen Barrierefreiheitsgesetzen

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz B2B steht im Kontext weiterer nationaler und internationaler Regelwerke wie dem European Accessibility Act (EAA) und der Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0). Während das BFSG gezielt Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit im Unternehmensumfeld stellt, adressieren andere Gesetze teils unterschiedliche Zielgruppen, Anwendungsbereiche und Detailtiefe. Für international agierende B2B-Unternehmen ist es entscheidend, die jeweiligen Überschneidungen und Abgrenzungen zu kennen, um alle relevanten Vorgaben effizient umzusetzen.

Die Anforderungen des BFSG B2B unterscheiden sich etwa in Bezug auf die betroffenen Produkte und Dienstleistungen, die Nachweisführung und die Einbindung von Lieferketten. Im Vergleich dazu legt der EAA einen europaweiten Mindeststandard fest, während die BITV 2.0 insbesondere für öffentliche Stellen in Deutschland maßgeblich ist. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede zwischen den Regelwerken.

Vergleichsaspekt BFSG B2B EAA BITV 2.0
Anwendungsbereich B2B-Produkte und -Dienstleistungen EU-weit, privatwirtschaftliche und öffentliche Anbieter Öffentliche Stellen in Deutschland
Verpflichtete Unternehmen Unternehmen mit B2B-Fokus, branchenspezifisch Alle relevanten Marktteilnehmer im EU-Raum Behörden und öffentliche Einrichtungen
Relevanz für internationale Unternehmen Wichtig bei grenzüberschreitenden B2B-Geschäften Direkt verbindlich für internationale Anbieter in der EU Nur bei Angeboten für den deutschen öffentlichen Sektor
Nachweis- und Prüfpflichten Branchenspezifisch, orientiert an Lieferketten EU-weit harmonisiert, standardisierte Prüfungen Regelmäßige Prüfungen nach festen Vorgaben
  • BFSG B2B unterscheidet sich im Anwendungsbereich deutlich von EAA und BITV 2.0.
  • Internationale B2B-Unternehmen müssen Überschneidungen und Unterschiede beachten.
  • Nachweis- und Prüfpflichten sind je nach Gesetz unterschiedlich geregelt.
  • Die Vergleichstabelle zeigt zentrale Unterschiede der wichtigsten Regelwerke.

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Prozesse und Tools zur nachhaltigen BFSG-Konformität im B2B

Für eine nachhaltige BFSG-Konformität im B2B-Bereich ist die Etablierung klar definierter Prozesse unerlässlich. Dazu gehört, Barrierefreiheit als festen Bestandteil in bestehende Entwicklungs- und Betriebsabläufe zu integrieren. Regelmäßige Überprüfungen, kontinuierliche Schulungen und die klare Zuweisung von Verantwortlichkeiten helfen, die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen langfristig sicherzustellen. Die Einbindung in bestehende Qualitätsmanagementsysteme sorgt dafür, dass Barrierefreiheit nicht als einmaliges Projekt, sondern als fortlaufende Aufgabe verstanden wird.

Softwarelösungen und Automatisierung spielen eine zentrale Rolle, um Prüfungen effizient und zuverlässig durchzuführen. Tools zur automatisierten Analyse von Websites und Dokumenten ermöglichen eine schnelle Identifikation von Barrieren und unterstützen die kontinuierliche Verbesserung. Effiziente Workflows entstehen, wenn technische Prüfungen, manuelle Tests und organisatorische Maßnahmen gezielt miteinander verknüpft werden. Empfehlenswert ist ein abgestimmtes Zusammenspiel aus automatisierten Checks, regelmäßigen Audits und einem zentralen Monitoring im Unternehmen.

  • Prozesse zur BFSG-Konformität müssen dauerhaft etabliert werden.
  • Automatisierte Tools erleichtern die kontinuierliche Überprüfung.
  • Integration in Qualitätsmanagementsysteme ist entscheidend für Nachhaltigkeit.
  • Effiziente Workflows verbinden Technik, Organisation und Monitoring.

Zukunftsausblick: Entwicklung der Barrierefreiheit im B2B-Bereich

Vom Barrierefreiheitsstärkungsgesetz sind grundsätzlich alle B2B-Unternehmen betroffen, die digitale Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die für andere Unternehmen zugänglich sein müssen. Besonders relevant ist das Gesetz für mittlere und große Unternehmen, während Kleinstunternehmen in bestimmten Fällen von Erleichterungen oder Ausnahmen profitieren können. Branchenübergreifend gilt das BFSG B2B, wobei branchenspezifische Besonderheiten und einzelne Sonderfälle zu beachten sind, etwa wenn bestimmte Dienstleistungen nicht öffentlich zugänglich sind.

Fazit

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz B2B stellt Unternehmen vor die Aufgabe, digitale Barrierefreiheit gezielt und strukturiert umzusetzen. Die gesetzlichen Anforderungen sind differenziert nach Branche, Unternehmensgröße und Nutzungsszenarien und erfordern sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen. Für B2B-Unternehmen ist es entscheidend, die Systematik des Gesetzes zu verstehen, branchenspezifische Besonderheiten zu berücksichtigen und nachhaltige Prozesse zu etablieren.

Die wichtigsten Erkenntnisse: Die Umsetzung des BFSG B2B gelingt durch eine Kombination aus klaren Verantwortlichkeiten, dem Einsatz geeigneter Tools und regelmäßigen Prüfungen. Unternehmen profitieren nicht nur von der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, sondern stärken auch ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft. Ein strukturiertes Vorgehen unterstützt dabei, Barrierefreiheit als festen Bestandteil der digitalen Unternehmensstrategie zu verankern.

  • Das BFSG B2B erfordert angepasste Maßnahmen für digitale Barrierefreiheit.
  • Technische, organisatorische und prozessuale Aspekte sind gleichermaßen relevant.
  • Nachhaltige Umsetzung stärkt Wettbewerbsfähigkeit und digitale Teilhabe.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Anforderungen des BFSG unterscheiden sich im B2B- und B2C-Bereich vor allem hinsichtlich Prüfverfahren, Nachweispflichten und Umsetzungsumfang. Im B2B sind Prüfungen oft flexibler und branchenspezifisch, während im B2C-Bereich meist standardisierte Verfahren und strengere Kontrollen gelten.

  • B2B-Portale können individuelle Barrierefreiheitslösungen umsetzen, z. B. für interne Bestellplattformen.
  • B2C-Websites müssen in der Regel umfassender und für die breite Öffentlichkeit barrierefrei gestaltet sein.

Die Anforderungen des BFSG unterscheiden sich im B2B- und B2C-Bereich vor allem hinsichtlich Prüfverfahren, Nachweispflichten und Umsetzungsumfang. Im B2B sind Prüfungen oft flexibler und branchenspezifisch, während im B2C-Bereich meist standardisierte Verfahren und strengere Kontrollen gelten.

  • B2B-Portale können individuelle Barrierefreiheitslösungen umsetzen, z. B. für interne Bestellplattformen.
  • B2C-Websites müssen in der Regel umfassender und für die breite Öffentlichkeit barrierefrei gestaltet sein.

Für B2B-Unternehmen gilt als zentraler Stichtag der 28. Juni 2025: Bis zu diesem Termin müssen die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes grundsätzlich umgesetzt sein. Es gibt Übergangsfristen für bereits bestehende digitale Produkte und Dienstleistungen, die je nach Branche variieren können.

  • Kleinstunternehmen profitieren teilweise von verlängerten Fristen oder Ausnahmen.
  • Branchenspezifische Besonderheiten können zusätzliche Vorgaben oder Fristen mit sich bringen.

Die Barrierefreiheit von B2B-Websites kann effizient durch eine Kombination aus automatisierten Tests, manuellen Prüfungen und regelmäßigen Audits sichergestellt werden. Dabei sollten sowohl technische als auch inhaltliche Aspekte überprüft werden.

  • Behördliche Überprüfungen sind möglich und können bei Verstößen Maßnahmen nach sich ziehen.
  • Zu den möglichen Konsequenzen gehören Nachbesserungspflichten und verwaltungsrechtliche Sanktionen.

Bei Nichtbeachtung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes im B2B-Bereich können behördliche Prüfungen und Sanktionen folgen. Unternehmen riskieren Nachbesserungspflichten, Verwarnungen oder Bußgelder, wenn die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt werden.

  • Regelmäßige interne und externe Prüfungen mit geeigneten Tools werden empfohlen.
  • Automatisierte Tests, manuelle Checks und Audits helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen.

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