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Shopify barrierefrei gestalten – Anforderungen, Umsetzung und Herausforderungen

Das Wichtigste in Kürze

Shopify-Shops müssen heute barrierefrei gestaltet werden, um den gesetzlichen Vorgaben wie dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) zu entsprechen. Die Anforderungen an Barrierefreiheit bei Shopify betreffen nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die Nutzerführung, Inhalte und die Auswahl geeigneter Themes und Apps.

Diese Seite bietet Ihnen eine praxisnahe Orientierung zu den wichtigsten Anforderungen, der strukturierten Umsetzung und den typischen Herausforderungen rund um barrierefreie Shopify-Shops. Sie erfahren, wie Barrierefreiheit systematisch aufgebaut wird, welche Erfolgskriterien und Bewertungssysteme relevant sind und wie Sie regulatorische Vorgaben wie das BFSG gezielt in Ihrem Shopify-Shop berücksichtigen können.

Systematik und Aufbau von Barrierefreiheit in Shopify-Shops

Shopify-Shops basieren auf einer klar definierten technischen und strukturellen Architektur. Die Plattform setzt auf Themes als Designgrundlage, ergänzt durch Apps zur Funktionserweiterung und individuelle Anpassungen mittels Custom-Code. Diese drei Ebenen wirken direkt auf die Barrierefreiheit eines Shopify-Shops ein und bestimmen, wie zugänglich die Inhalte und Funktionen für alle Nutzergruppen sind.

Barrierefreiheit ist im Shopify-Ökosystem ein Querschnittsthema, das alle Bereiche eines Shops betrifft – vom Template-Design über die Navigation bis hin zu den Checkout-Prozessen. Während Themes die grundlegende Struktur und das Erscheinungsbild vorgeben, beeinflussen Apps und individuelle Anpassungen maßgeblich die Nutzerfreundlichkeit und damit die Barrierefreiheit. Im Vergleich zu anderen Content-Management-Systemen (CMS) wie WordPress oder TYPO3 bietet Shopify weniger Möglichkeiten zur tiefgreifenden Systemanpassung, was die Umsetzung barrierefreier Lösungen spezifisch steuert.

Die Auswahl geeigneter Themes, die Integration von barrierefreien Apps und die sorgfältige Anpassung von Custom-Code sind entscheidend, um einen Shopify-Shop barrierefrei zu gestalten und gesetzliche Anforderungen wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) zu berücksichtigen.

Shopify-Komponente Einfluss auf Barrierefreiheit
Themes Bestimmen die Grundstruktur, Navigation und das visuelle Design; barrierefreie Themes sind essenziell für zugängliche Shops.
Apps Erweitern Funktionen, können Barrieren schaffen oder abbauen; Auswahl barrierefreier Apps ist entscheidend.
Custom-Code Ermöglicht individuelle Anpassungen, birgt aber das Risiko, bestehende Barrierefreiheitsstandards zu unterlaufen oder zu verbessern.
Vergleich zu anderen CMS Shopify bietet weniger tiefgreifende Systemzugriffe als viele Open-Source-CMS, was die Barrierefreiheit stärker an Theme- und App-Auswahl bindet.
  • Barrierefreiheit in Shopify-Shops entsteht durch Zusammenspiel von Themes, Apps und Custom-Code
  • Shopify ist weniger flexibel als andere CMS, daher ist die Auswahl barrierefreier Komponenten besonders wichtig
  • Barrierefreiheit ist ein durchgängiges Thema von der Gestaltung bis zur Funktionserweiterung
  • Gesetzliche Anforderungen wie das BFSG machen einen strukturierten Ansatz notwendig

Prinzipien und Grundlogik barrierefreier Shopify-Shops

Die vier Prinzipien der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) – wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust – bilden die Grundlage für barrierefreie Shopify-Shops. Im Shopify-Kontext bedeutet das, dass alle Shop-Elemente so gestaltet sein müssen, dass sie von möglichst vielen Menschen genutzt werden können, unabhängig von individuellen Einschränkungen. Beispielsweise sollte die Navigation klar strukturiert und mit der Tastatur bedienbar sein, Produktinformationen müssen auch für Screenreader zugänglich sein und der Checkout-Prozess darf keine unnötigen Hürden enthalten.

Die Anwendung dieser Prinzipien zeigt sich in verschiedenen Bereichen des Shopify-Shops: Eine wahrnehmbare Produktdarstellung umfasst ausreichend Kontraste und Alternativtexte für Bilder, während ein bedienbarer Warenkorb auch ohne Maus steuerbar sein muss. Verständliche Prozesse und Formulare helfen Nutzern mit kognitiven Einschränkungen, während robuste technische Strukturen sicherstellen, dass der Shop mit unterschiedlichen Hilfsmitteln und Browsern funktioniert. Praxisbeispiele sind etwa die Implementierung von ARIA-Labels für Navigationselemente oder logisch aufgebaute Checkout-Schritte, die auch mit Screenreadern klar nachvollziehbar sind.

  • Die vier WCAG-Prinzipien sind zentral für barrierefreie Shopify-Shops
  • Shop-Elemente wie Navigation, Produktseiten und Checkout müssen diese Prinzipien erfüllen
  • Barrierefreiheit kommt allen Nutzergruppen zugute, besonders Menschen mit Einschränkungen
  • Praxisbeispiele zeigen, wie die Prinzipien konkret umgesetzt werden können

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Erfolgskriterien und Bewertungssysteme für Barrierefreiheit bei Shopify

Für die Barrierefreiheit von Shopify-Shops sind die Erfolgskriterien der WCAG 2.1 AA maßgeblich. Besonders relevant für Onlineshops sind Kriterien wie ausreichende Farbkontraste, beschreibende Alternativtexte für Produktbilder, zugängliche Formulare und klar erkennbare interaktive Elemente wie Buttons. Im Shopify-Kontext rücken spezifische Prüfbereiche in den Fokus: Dazu zählen die Lesbarkeit von Produktinformationen, die Bedienbarkeit von Navigation und Warenkorb sowie die Barrierefreiheit des gesamten Checkout-Prozesses.

Die Bewertung der Barrierefreiheit erfolgt häufig über standardisierte Prüfmethoden, ergänzt um spezifische Tests für Shopify-typische Shopstrukturen. Neben automatisierten Tools sind manuelle Prüfungen essenziell, um beispielsweise die korrekte Beschriftung von Formularfeldern oder die Tastaturbedienbarkeit zu überprüfen. Im Unterschied zu allgemeinen Webstandards müssen bei Shopify insbesondere die Eigenheiten von Themes und Apps berücksichtigt werden, da diese die Umsetzung und Prüfung der Erfolgskriterien beeinflussen.

Prüfbereich im Shopify-Shop Erfolgskriterium / Bewertungsmethode
Produktbilder Alternativtexte nach WCAG 1.1.1; manuelle Prüfung auf Aussagekraft
Formulare (z. B. Checkout) Beschriftungen und Fehlerhinweise gemäß WCAG 3.3.2; Test der Tastaturbedienbarkeit
Buttons und Links Fokus-Sichtbarkeit, eindeutige Beschriftung; Überprüfung mit Screenreadern
Navigation Konsistente Struktur, logische Reihenfolge; manuelle Navigationstests
  • WCAG 2.1 AA Erfolgskriterien sind zentral für die Bewertung von Shopify-Shops
  • Schwerpunkte liegen auf Bildern, Formularen, Buttons und Navigation
  • Bewertungssysteme kombinieren automatisierte und manuelle Prüfungen
  • Themes und Apps beeinflussen die Umsetzung der Kriterien maßgeblich

Prüfung und Audit-Logik für barrierefreie Shopify-Shops

Die Prüfung eines Shopify-Shops auf Barrierefreiheit erfolgt in mehreren Schritten, die automatisierte und manuelle Methoden miteinander kombinieren. Zunächst werden automatisierte Tools eingesetzt, um offensichtliche Fehler wie fehlende Alternativtexte, unzureichende Kontraste oder nicht erreichbare Bedienelemente zu identifizieren. Im Anschluss folgt die manuelle Überprüfung, bei der insbesondere komplexe Shop-Elemente wie Navigation, Checkout und dynamische Inhalte auf ihre tatsächliche Nutzbarkeit und Zugänglichkeit getestet werden.

Für Shopify-Shops ist es wichtig, die Grenzen der automatisierten Prüfungen zu kennen: Viele Barrieren, etwa unklare Formulargestaltung oder nicht nachvollziehbare Prozesse, werden nur durch gezielte manuelle Tests erkannt. Die Ergebnisse sollten strukturiert dokumentiert werden, um Fortschritte nachvollziehbar zu machen und Maßnahmen ableiten zu können. Eine lückenlose Dokumentation unterstützt zudem die Nachweisbarkeit gegenüber internen und externen Stakeholdern.

Tool / Methode Stärken und Grenzen bei Shopify
Automatisierte Tests (z. B. axe, WAVE) Schnelle Erkennung technischer Fehler; limitiert bei komplexen Interaktionen und dynamischen Inhalten
Manuelle Prüfung (Screenreader, Tastaturtests) Erfasst tatsächliche Nutzbarkeit; aufwändiger, aber unerlässlich für umfassende Barrierefreiheit
Dokumentation & Reporting Ermöglicht Nachvollziehbarkeit und gezielte Optimierung; abhängig von klaren Prüfprozessen
  • Automatisierte und manuelle Prüfungen sind für Shopify-Shops unverzichtbar
  • Automatisierte Tools decken nur einen Teil möglicher Barrieren ab
  • Manuelle Tests erfassen die tatsächliche Nutzererfahrung
  • Strukturierte Dokumentation ist Grundlage für Nachweisbarkeit und Verbesserungen

Konkrete Umsetzung von Barrierefreiheit in Shopify-Shops

Die praktische Umsetzung von Barrierefreiheit in Shopify-Shops erfordert gezielte Maßnahmen an verschiedenen Stellen des Shops. Zentrale Ansatzpunkte sind die Anpassung des verwendeten Themes, der Einsatz barrierefreier Apps sowie gezielte Modifikationen durch Custom-Code. Dabei empfiehlt es sich, Maßnahmen nach Aufwand und Wirkung zu priorisieren: Schnell umsetzbare Anpassungen wie das Hinzufügen von Alternativtexten oder die Optimierung von Farbkontrasten bringen oft bereits große Verbesserungen, während komplexere Anpassungen wie die Umstrukturierung von Formularen oder die Nachrüstung von ARIA-Labels einen höheren Aufwand bedeuten, aber essenziell für bestimmte Nutzergruppen sind.

Beispiele für barrierefreie Shop-Elemente sind gut lesbare Produktbeschreibungen, Tastatur-navigierbare Menüs, ausreichend große Buttons und verständliche Fehlermeldungen im Checkout. Die Auswahl geeigneter Apps kann zusätzliche Funktionen wie Schriftgrößenanpassung oder Kontrastumschalter bereitstellen. Individuelle Anpassungen per Custom-Code sind vor allem dann sinnvoll, wenn spezifische Barrieren des gewählten Themes oder von Apps nicht anders behoben werden können.

Maßnahme Aufwand / Wirkung
Alternativtexte für Produktbilder ergänzen Geringer Aufwand, hohe Wirkung für Screenreader-Nutzer
Farbkontrast und Schriftgröße im Theme anpassen Mittlerer Aufwand, direkte Verbesserung der Lesbarkeit
Tastaturbedienbarkeit von Navigation und Formularen sicherstellen Höherer Aufwand, essenziell für Nutzer ohne Maus
Barrierefreie Apps für Zusatzfunktionen integrieren Schnelle Umsetzung, abhängig von App-Qualität
Custom-Code zur Fehlerbehebung oder Optimierung einsetzen Individueller Aufwand, gezielte Beseitigung spezieller Barrieren
  • Barrierefreiheit in Shopify-Shops erfordert Maßnahmen an Theme, Apps und Code
  • Priorisierung nach Aufwand und Wirkung ist sinnvoll
  • Viele Verbesserungen lassen sich schnell umsetzen, andere sind komplexer
  • Beispiele zeigen konkrete Ansatzpunkte für barrierefreie Shop-Elemente

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Regulatorische Einordnung: BFSG und Barrierefreiheit bei Shopify

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet Betreiber von Onlineshops, darunter auch Shopify-Shops, ab Juni 2025 zur Umsetzung umfassender digitaler Barrierefreiheit. Ziel ist es, allen Menschen – unabhängig von Einschränkungen – den gleichberechtigten Zugang zu digitalen Angeboten zu ermöglichen. Für Shopify-Shops bedeutet dies, dass zentrale Shop-Funktionen wie Navigation, Produktdarstellung und Checkout barrierefrei gestaltet sein müssen.

Das BFSG orientiert sich an internationalen Standards wie den WCAG 2.1 AA und der europäischen Norm EN 301 549, geht aber speziell auf die Anforderungen des deutschen Marktes ein. Für Betreiber von Shopify-Shops ist es wichtig, die Unterschiede zwischen den einzelnen Regelwerken zu kennen und die jeweiligen Vorgaben gezielt umzusetzen. Dieser Abschnitt bietet eine Orientierungshilfe, ersetzt jedoch keine individuelle rechtliche Beratung.

  • Das BFSG gilt ab 2025 für Shopify-Shops und fordert digitale Barrierefreiheit
  • Relevante Standards sind WCAG 2.1 AA und EN 301 549
  • Shop-Betreiber sollten sich frühzeitig mit den gesetzlichen Anforderungen auseinandersetzen
  • Die Einordnung dient der Orientierung, nicht als juristische Beratung

Typische Herausforderungen und Fehlerquellen bei Shopify-Barrierefreiheit

Bei der Umsetzung von Barrierefreiheit in Shopify-Shops treten häufig technische und inhaltliche Stolpersteine auf. Zu den typischen Fehlerquellen zählen unzureichende Alternativtexte, mangelnde Tastaturbedienbarkeit oder fehlerhafte Kontraste in den Themes. Auch Apps können Barrieren verursachen, beispielsweise durch nicht barrierefreie Pop-ups oder unzugängliche Zusatzfunktionen. Individuelle Anpassungen per Custom-Code bergen das Risiko, bestehende Standards unbeabsichtigt zu unterlaufen.

Ein weiteres Problemfeld ist die dauerhafte Aktualisierung und Wartung barrierefreier Shops. Updates von Themes oder Apps können zuvor behobene Barrieren wieder einführen oder neue Probleme verursachen. Um Fehler zu vermeiden, sollten regelmäßige Prüfungen und strukturierte Testprozesse etabliert werden. Die Auswahl barrierefreier Themes und Apps sowie die sorgfältige Dokumentation aller Anpassungen helfen, typische Fehlerquellen nachhaltig zu reduzieren.

  • Themes, Apps und individueller Code sind häufige Fehlerquellen
  • Regelmäßige Wartung ist für nachhaltige Barrierefreiheit unerlässlich
  • Systematische Tests und Dokumentation minimieren das Risiko neuer Barrieren
  • Lösungsansätze liegen in Auswahl, Prüfung und Pflege barrierefreier Komponenten

Barrierefreiheit von Shopify-Themes und deren Auswahlkriterien

Die Barrierefreiheit von Shopify-Themes variiert deutlich zwischen den Standard-Themes von Shopify und Drittanbieter-Themes aus externen Quellen. Während einige Standard-Themes bereits grundlegende Anforderungen an Barrierefreiheit erfüllen, gibt es bei vielen Drittanbieter-Themes größere Unterschiede hinsichtlich Kontrast, Tastaturbedienbarkeit und Screenreader-Kompatibilität. Für Shop-Betreiber ist es daher wichtig, bei der Auswahl eines Themes gezielt auf barrierearme Gestaltung zu achten.

Zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen ausreichende Farbkontraste, klare Navigationsstrukturen, die Möglichkeit zur Anpassung von Schriftgrößen und die vollständige Bedienbarkeit mit der Tastatur. Die Anpassbarkeit von Themes ist oft begrenzt, insbesondere bei Drittanbieter-Themes, sodass nicht alle Barrieren ohne größeren Aufwand beseitigt werden können. Theme-Tests, Erfahrungsberichte und – wo verfügbar – Zertifizierungen geben zusätzliche Orientierung bei der Auswahl. Eine eigenständige Prüfung vor dem Einsatz bleibt jedoch unerlässlich.

Theme-Typ Barrierefreiheits-Kriterien / Hinweise
Shopify Standard-Themes Grundlegende Barrierefreiheit meist vorhanden, Anpassungen möglich, offizielle Dokumentation verfügbar
Drittanbieter-Themes Unterschiedliches Niveau, häufig Nachbesserungsbedarf, teilweise fehlende Angaben zur Barrierefreiheit
Auswahlkriterien Farbkontrast, Tastaturbedienbarkeit, Screenreader-Unterstützung, Anpassungsoptionen prüfen
Theme-Tests & Zertifizierungen Empfehlenswert, aber selten verbindlich; eigene Prüfung bleibt notwendig
  • Barrierefreiheit variiert stark zwischen Standard- und Drittanbieter-Themes
  • Auswahlkriterien sind Kontrast, Bedienbarkeit und Anpassungsfähigkeit
  • Anpassungen sind bei Drittanbieter-Themes oft aufwendiger
  • Theme-Tests und Zertifizierungen bieten Orientierung, ersetzen aber keine eigene Prüfung

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Rolle von Shopify-Apps und Integrationen für die Barrierefreiheit

Shopify-Apps und Integrationen haben einen erheblichen Einfluss auf die Barrierefreiheit eines Onlineshops. Viele zentrale Funktionen wie Cookie-Banner, Produktfilter, Suchfunktionen oder Newsletter-Formulare werden über Apps eingebunden und können neue Barrieren schaffen oder bestehende beseitigen. Besonders kritisch sind Anwendungen, die Pop-ups, interaktive Filter oder zusätzliche Navigations- und Kommunikationselemente bereitstellen, da diese häufig nicht für Screenreader optimiert oder schlecht mit der Tastatur bedienbar sind.

Bei der Auswahl von Apps sollte gezielt auf Hinweise zur Barrierefreiheit sowie auf Bewertungen und Erfahrungsberichte geachtet werden. Es empfiehlt sich, jede App vor dem produktiven Einsatz selbst zu testen – insbesondere in Hinblick auf Tastaturbedienbarkeit, Kontraste und Screenreader-Kompatibilität. Für eine barrierearme Nutzung sollten möglichst wenige, aber gut geprüfte Apps eingesetzt werden. Im Zweifel ist es ratsam, auf Alternativen auszuweichen oder individuelle Lösungen zu entwickeln, wenn Standard-Apps nicht die nötige Zugänglichkeit bieten.

  • Apps können Barrieren verursachen oder beseitigen
  • Kritische App-Kategorien sind Cookie-Banner, Filter und Formulare
  • Vor der Integration sollte jede App gezielt auf Barrierefreiheit getestet werden
  • Gezielte Auswahl und möglichst wenige, geprüfte Apps fördern die Barrierefreiheit

Zukunftstrends und Weiterentwicklungen bei barrierefreien Shopify-Shops

Besonders kritisch für die Barrierefreiheit sind bei Shopify folgende Funktionen:

  • Navigationselemente und Menüs, die oft nicht vollständig mit der Tastatur bedienbar sind
  • Produktbilder ohne Alternativtexte
  • Formulare im Checkout, die unzureichende Fehlermeldungen oder fehlende Beschriftungen aufweisen
  • Pop-ups und Cookie-Banner, die nicht für Screenreader optimiert sind
  • Dynamische Filter und Produktvarianten, die für assistive Technologien schwer zugänglich sind

Fazit

Die barrierefreie Gestaltung von Shopify-Shops ist ab 2025 nicht nur gesetzlich gefordert, sondern bietet auch praktische Vorteile für Betreiber und Nutzer. Die Umsetzung erfordert eine strukturierte Herangehensweise, die sowohl technische als auch inhaltliche Aspekte berücksichtigt. Entscheidend sind die Auswahl barrierearmer Themes und Apps, die regelmäßige Überprüfung der Shop-Funktionen sowie gezielte Anpassungen an den relevanten Schnittstellen.

Erfolgskriterien wie die Einhaltung der WCAG 2.1 AA, die Berücksichtigung typischer Fehlerquellen und der Einsatz geeigneter Prüf- und Optimierungsmaßnahmen bilden die Grundlage für nachhaltige Barrierefreiheit. Mit frühzeitiger Planung, schrittweiser Umsetzung und kontinuierlicher Wartung können Sie Ihren Shopify-Shop gezielt auf die kommenden Anforderungen vorbereiten und für alle Nutzergruppen zugänglich machen.

  • Barrierefreiheit in Shopify-Shops ist technisch und organisatorisch umsetzbar
  • Die Auswahl geeigneter Themes, Apps und Prüfmethoden ist entscheidend
  • Frühzeitige und kontinuierliche Maßnahmen sichern nachhaltigen Erfolg

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Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Barrierefreiheit eines bestehenden Shopify-Shops lässt sich schrittweise verbessern, indem zuerst typische Quick-Wins umgesetzt werden:

  • Alternativtexte für alle Produktbilder ergänzen
  • Farbkontraste und Schriftgrößen überprüfen und anpassen
  • Navigation und Formulare auf Tastaturbedienbarkeit testen
  • Apps und Pop-ups auf Barrierefreiheit prüfen und gegebenenfalls ersetzen
  • Regelmäßige Tests mit Screenreadern durchführen

Die Barrierefreiheit eines bestehenden Shopify-Shops lässt sich schrittweise verbessern, indem zuerst typische Quick-Wins umgesetzt werden:

  • Alternativtexte für alle Produktbilder ergänzen
  • Farbkontraste und Schriftgrößen überprüfen und anpassen
  • Navigation und Formulare auf Tastaturbedienbarkeit testen
  • Apps und Pop-ups auf Barrierefreiheit prüfen und gegebenenfalls ersetzen
  • Regelmäßige Tests mit Screenreadern durchführen

Drittanbieter-Apps können sowohl Barrieren verursachen als auch zur Verbesserung der Barrierefreiheit beitragen. Risiken entstehen vor allem durch mangelnde Kompatibilität mit Screenreadern oder Problemen bei der Tastaturbedienung. Vor der Integration sollten Apps gezielt auf Barrierefreiheit geprüft werden, da nicht alle Lösungen die Anforderungen eines barrierefreien Shopify-Shops erfüllen.

Für Betreiber von Shopify-Shops gilt ab dem 28. Juni 2025 die gesetzliche Verpflichtung zur digitalen Barrierefreiheit nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Ab diesem Zeitpunkt müssen alle wesentlichen Funktionen und Inhalte barrierefrei zugänglich sein. Die Frist betrifft sowohl neue als auch bestehende Onlineshops, sofern sie unter die Regelungen des BFSG fallen.

Für Shopify gibt es keine ausschließlich shop-spezifischen Tools, aber viele gängige Prüf-Tools lassen sich effektiv einsetzen. Dazu zählen unter anderem axe, WAVE und Lighthouse, die direkt im Browser genutzt werden können. Zusätzlich bieten einige Apps im Shopify App Store Funktionen zur Barrierefreiheitsprüfung, die speziell auf die Shop-Struktur zugeschnitten sind. Eine Kombination aus allgemeinen Web-Accessibility-Tools und Shopify-kompatiblen Apps ist empfehlenswert.

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